Der Herstellungsprozess

Von der Milch zum Schnittkäse

 

 

06:45 Uhr - Nach dem Zulauf der
melkwarmen Milch in die Käsewanne 
erfolgt die Kulturzugabe.

 

07:15 Uhr - Messen der Temperatur und
des pH-Wertes (Maß für die Säuerung).
Zugabe des verdünnten Labes (eiweißspal- tendes Enzym) bei 32°C und ca. pH=6,55.

 

 

 

07.55 Uhr - Prüfen der Gallerte
(dickgelegte Milch) auf Festigkeit. Zu
frühes anschließendes Schneiden, würde Käsestaub erzeugen (Ausbeuteverlust).

 

08:00 Uhr - Schneiden der Gallerte mit der Käseharfe in kirschkerngroße Bruchstücke  (Käsebruch). Durch Oberflächenvergrös-
serung der Gallerte kann vermehrt Molke austreten.

 

 

 

08:15 Uhr - Vorsichtiges Rühren zur
Förderung des Molkeaustritts.

 

08:20 Uhr - Abpumpen der Molke zur
Kontrolle des Säuerungsverlaufs der
Kultur (pH=6,50).

 

 

 

08:30 Uhr - Waschen des Bruches mit
ca. 60°C heißem Wasser und gleichzeitiges Rühren. Dadurch zieht sich das Bruchkorn zusammen, es wird Molke herausgedrückt.

 

08:45 Uhr - Brennen des Bruches. Das Bruch-Molke-Gemisch wird gerührt und
dabei auf  38 bis 39°C hochgeheizt. Der Säuerungsverlauf wird dabei kontrolliert.

 

 

 

09:15 Uhr - Prüfen des Bruchkorns. 
Je nach Festigkeit und "Mundgefühl"
ist der primäre  Käsungsprozeß beendet
.

 

09:20 Uhr - Vorpressen - Einlegen der
beiden seitlichen und des oberen Preß-
bleches, zur Verdrägung der Luft. Kräuter werden ggf. an dieser Stelle untergerührt.

 

 

 

10:15 Uhr - Nach dem Ablassen der Molke
wird der Bruchkuchen in formengerechte
Stücke geschnitten und  auf die einzelnen Käseformen verteilt.

 

11:00 Uhr - Pressen des Rohkäses. Mit
steigendem Druck werden die Käse in den
Formen gepreßt. Dadurch wird weiter Molke herausgedrückt, der Käse erhält seine Form
und eine erste Rinde entsteht.

 

 

 

11:40 Uhr - Um einen gleichmäßigen Molkenaustritt zu erlangen, wird der
äse während der Preßphase aus der
Form genommen und gewendet. Je nach
Größe wird er entsprechend stark
weitergepreßt.

 

12:30 Uhr - Der Käse wird in eine Salzlake gegeben, die 20% Salz enthält, einen
pH=5,0 hat  und ca. 14°C kalt ist. Es erfolgt
ein Säuerungsstop, da der Käse abkühlt,
Salz in den Käse eintritt und Molke heraus-
tritt. Je nach Größe liegt die Verweilzeit
zwischen 15 und  60 Stunden.

 

 

 

Zur Reifung lagert der Käse im Reifekeller,
bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 88% und
14°C auf Holzbrettern. Regelmäßiges
Waschen und Wenden sind unumgänglich
für eine kontrollierte Käsereifung.

 

Alle Prozeßparameter wie Zeit, Temperatur, pH-Wert, werden in einem Verfahrensplan  dokumentiert, um später Rückschlüsse auf eventuelle Besonderheiten ziehen zu können.