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Das Herzstück der 50m² großen Käserei ist die 1000 l-Käsewanne. Hier beginnt der Prozeß der Käseherstellung.
Bei der Käsewanne handelt es sich um einen doppelwandigen rechteckigen Edelstahlbehälter, mit pneumatischem Rührwerk und Vorpreßein- richtung von der Firma Klarmann in Westerstede. Über den Boden erfolgt der Zulauf von Heißwasser zur Erwärmung der Milch. Dieses Heißwasser gelangt aus dem Brenner der Heizungsanlagen in den Behälter und ist somit kein verlorenes Wasser. Das Schneiden der Gallerte erfolgt nicht über eine Schneidvorrichtung, sondern noch per Hand. Der Behälter ist kippbar, so daß Wasser nach der Reinigung gut abläuft und die Käsewanne gut trocknet.
Die Käsepresse mit insgesamt fünf Preßstempeln bietet je Stempel vier Auflageflächen. Je Auflagefläche kann man eine 8 kg-Form, eine 5 kg-Form oder bis zu acht 1 kg-Formen unterbringen. Die Presse ist mit einer Zeitschaltuhr ausge- stattet, welche die Möglichkeit bietet, zweistufig zu pressen. Nach dem Ende der individuell einstellbaren zweiten Preßzeit wird automatisch das Pressen beendet und der Käse kann gewendet werden. Die Presse wurde ebenfalls von der Firma Klarmann in Westerstede hergestellt.
Zur Herstellung unserer wärmebehandelten Produkte steht ein 500 l-Batch-Pasteur mit Schreiber für Rührwerk, Temperatur und Zeit zur Verfügung. Das Erhitzen erfolgt über Strom, zum Kühlen verwenden wir Eiswasser. Dieses Eiswasser wird von dem 5000 l-Milchtank produziert, wobei es sich auch hier um kein verlorenes Wasser handelt, da es wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.
 Nach der Käseherstellung wird der Käse mittels Lastenaufzug in den Keller befördert, wo er weiterbearbeitet wird. Im 30 m² großen Trockenraum befindet sich u.a. das Salzbad, eine 1000 l-Edelstahlwanne, wobei es sich um einen ehemahligen Milchtank handelt. Nach dem Salzen trocknet in diesem Raum der Käse und wird anschließend gecoatet, d.h. mit einem Kunststoffüberzug versehen. Im angegliederten 30m² großen Reifekeller lagert der Käse zur Reifung auf Holzbrettern. Beide Räume sind mit weißer Fungizidfarbe gestrichen, zum Schutz vor Schimmelbildung.
Der Camembert lagert in einem gesondertem Reifekeller mit eigenem Salzbad, um u.a. ein Übergreifen des Pen.candidum (weißer Milchschimmel) auf den Schnittkäse zu vermeiden.
 Desweiteren steht der Käserei ein Kühlhaus zur Verfügung, dessen Kühlaggregat auch über das Eiswasser aus dem Milchtank gespeist wird. Ebenso zur Ausstattung gehört ein Brutschrank, in dem der Naturjoghurt bebrütet wird. Dabei handelt es sich um einen umfunkionierten Großküchenkühlschrank mit Heizung und Ventilator.
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